Interview mit Jogl Brunner

Das exklusive Interview mit Jogl Brunner!

Jogl Brunner, Foto: (c) Raphael Sperl

Jogl Brunner, Foto: (c) Raphael Sperl

Sympathischer Vollblutmusiker

Erst vor kurzem hat Jogl Brunner seine neue Single „Ich habe alles was ich will“ veröffentlicht und zieht damit die Aufmerksamkeit auf sich. Er macht jetzt sein eigenes Ding, seine eigenen Songs – und es geht ihm ausgezeichnet dabei. Wir haben ihn zu diesem neuen Abschnitt in seinem künstlerischen Schaffen interviewed. Wie geht’s ihm nach Brunner & Brunner, warum war er in Australien, wie schreibt er seine Songs und wo werden wir Jogl in Zukunft sehen und hören? All diese Fragen hat uns der gebürtige Murauer offenherzig beantwortet. Lest hier das ganze Interview von www.volksmusiknews.at:

volksmusiknews: Hallo Jogl. Danke, dass du dir Zeit nimmst uns ein paar Fragen zu beantworten. Live-Alben, Studioalben, Singles, live-Auftritte, etc. Mit Brunner & Brunner warst du äußerst erfolgreich im Musikbusiness vertreten. Was bleibt dir aus dieser Zeit erhalten und wann und wie fiel die Entscheidung alleine Songs zu veröffentlichen?

Jogl Brunner: Brunner&Brunner war eine großartige, spannende Zeit. Zwischendurch waren wir so beschäftigt, dass wir kaum Zeit zum Nachdenken hatten :). Wenn man allerdings 30 Jahre lang als Duo unterwegs ist, leiden Kreativität und Persönlichkeit des einzelnen: Man tritt nur gemeinsam auf. Jeder Titel muss aufeinander abgestimmt werden. Gefällt dem einen diese Komposition? Dem anderen jener Textteil? Es wird einfach mühsam.

Wenn einer von uns Brüdern über die Schulter blickte war da der andere. Immer im Doppelpack. Ich denke Charly und ich haben 30 Jahre lang bravourös gemeinsam Musik gemacht. Nun macht jeder seine eigene Musik in großem Respekt voreinander – und wir sind besser Freunde denn je. Charly ist immer einer der ersten, der einen neuen Titel von mir zu hören bekommt.

volksmusiknews: Die meisten deiner Songs entstanden während deiner Australienreise im Winter. Warum genau Australien? Wolltest du so weit weg wie möglich und was hast du dort gemacht?

Jogl Brunner: Ich hatte schon immer den Wunsch, nach Australien zu reisen. Im Endeffekt hat aber meine Tochter Anna die Entscheidung getroffen und studiert seit Sommer 2015 dort. Mir fiel der Abschied von Anna wahnsinnig schwer. Mein Besuch bei ihr in Australien war einfach eine tolle Vater-Tochter-Zeit. Etwas, das man sich unbedingt nehmen sollte, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Wir sind die Ostküste bereist, haben viel Natur erlebt und auch großartige Städte. Ich habe drei Monate Auszeit genommen – aber natürlich hatte ich eine Gitarre, Equipment zum Aufnehmen und mein Textbuch dabei. Im Frühling 2016 hab ich mich dann mit diesen Impulsen, Kompositionen und Texten ins Studio gesetzt. Das Ergebnis wird über die nächsten Monate in meiner neuen Produktion zu hören sein.

volksmusiknews: Du schreibst auf deiner Homepage, dass du einige Kompositionen schon länger mit dir herumträgst. Heißt das, dass du schon länger an eigenen Songs schreibst, du aber noch nie die Gelegenheit hattest diese zu veröffentlichen? Und woher nimmst du deine Inspiration für deine Songs?

Jogl Brunner: Ich habe einen großen Fundus an Texten und Kompositionen. Wenn ich daheim bin sitze ich eigentlich jeden Tag am Klavier, da verliert sich die Welt um mich – und das nehme ich meistens auf. Wenn ich unterwegs bin texte ich oder spiele auf der Gitarre Neues ein. Ich muss einfach immer die Gelegenheit haben meine Musik auszuleben. Auf diese Elemente greife ich in der Produktion eines Titels dann oft zurück.

volksmusiknews: Du schreibst deine Lieder alle selbst – vom Text bis zum Arrangement. „Es muss nicht der Schlager sein“ hast du in einem Interview einmal erwähnt, es kann auch poppiger sein. Gibst du dir selbst Vorgaben beim Schreiben deiner Songs was die Musikauswahl betrifft? Oder entscheidet das mehr oder weniger der Text, die Geschichte welche Instrumentierung du haben willst, ob es poppig oder vielleicht sogar rockig wird?

Jogl Brunner: Das ist bei mir ganz unterschiedlich. Oft ist der Text zuerst fertig und ich komponiere dazu die Musik, hab vielleicht schon eine aus meinem Fundus dazu im Kopf. Oder umgekehrt – ich texte zu einer Komposition. Im Studio mit Charly Bereiter kann sich noch einiges im Arrangement entwickeln, weil wir uns großartig ergänzen. Was den Musikstil betrifft bin ich für alles offen und probiere mich gern aus. Das Genre an sich ist mir egal. Ich lebe für, liebe und produziere Musik, Punkt.

volksmusiknews: Auch auf der Bühne bist du nun wieder vertreten und hast eine professionelle Band im Hintergrund. Mit dabei auch dein Sohn Raffael am Schlagzeug. Ein kurzer Ausblick auf 2017: wo werden wir Jogl Brunner mit Band sehen und hören? Wo geht die Reise hin?

Jogl Brunner: Ob mein Sohn für mich immer Zeit hat ist noch gar nicht sicher :)! Mein aktuelles Bühnen-Programm geht auf jeden Fall auf Rhythmik und Tempo – und mein erster Auftritt damit hat richtig Spaß gemacht!

volksmusiknews: Jogl, wir sagen vielen, vielen Dank, dass du unsere Leserfragen beantwortet hast und wir werden unsere Fans weiterhin über dich und dein Projekt hier auf volksmusiknews auf dem Laufenden halten!

Mehr zu Jogl Brunner findet ihr unter www.jogl-brunner.com/news/

Den Bericht zu seiner aktuellen Single gibt’s hier: Zum Bericht