Markus – Zeit zu fliegen

Markus - Zeit zu fliegen, Quelle: www.telamo.de

Markus – Zeit zu fliegen, Quelle: www.telamo.de

Markus – der Vollblut-Musiker

„Ich will Spaß“ – drei Worte, die energiegeladenen Musiker Markus deutschlandweit (und über die Grenzen hinaus) zur Berühmtheit machten. Im Zuge der Neuen Deutschen Welle gehörte neben diesem Klassiker auch „Kleine Taschenlampe brenn‘“, das den meisten als Duett mit Nena in Erinnerung geblieben ist, ganz einfach immer dazu. Doch bis heute kann er mit seiner Musik noch immer überzeugen. Warum? Ganz einfach: Seine Musik hat trotz aller Leichtigkeit und Augenzwinker-Momenten immer auch Substanz. Markus ist ganz einfach absoluter Vollblut-Musiker und ruht sich auf seinen Lorbeeren keineswegs aus.

Nach seinen letzten Single-Veröffentlichungen „Diese Zeit ist geil“/„Heute geh’n wir steil“ und „Der alten Zeiten wegen“ ist bei Markus noch lange nicht Schluss. Markus wäre nicht Markus, wenn er nicht auch noch ein größeres As im Ärmel hätte: Sein brandneues Album „Zeit zu fliegen“ kommt auf uns zu und bietet neben der oben erwähnten Songs und seinen letzten Singles „Ich bin dann mal weg“, „Ich bin nicht Spider-Man“, „Wahre Lügen“ und „Germany is Sexy“ – also einer ganzen Bandbreite an abwechslungsreichen Titeln – acht weitere Songs, die genau das zelebrieren, was Markus-Fans schon seit Jahren feiern. Und noch viel mehr!

Viele abwechslungsreiche Titel auf dem neuen Album

Wenn Markus ein solches Überraschungspaket schnürt, dann gibt es eine ganze Menge zu entdecken. So z.B.: „Sternenmeer“. Der Titel wird durch eine sehr dichte Synthesizer-Atmosphäre mit gelassener Percussion, gemütlicher Akustikgitarre und dem gefühlvollen (und doch ernsthaften) Gesang von Markus eröffnet. Eine so schöne Ballade.

„Ist doch schon mal ein Anfang“: Hier haben wir einen treibenden E-Gitarren-Auftakt, der die Geschwindigkeit etwas erhöht und so ganz dynamisch die Stimmung des Hörers mitträgt. Der Refrain ist dabei ein absoluter Ohrwurm und wird von Markus sehr charakteristisch locker rübergebracht – definitiv ein Titel, der ihm wie auf den Leib geschrieben ist.

Groove, Ballade, Radio-Hits, Rock, Pop – alles dabei

„Ich weiß, was ich weiß“ bleibt wie selbstverständlich in der vom vorherigen Song etablierten Geschwindigkeit und lebt von der sehr groovigen Rhythmik. Allein Markus‘ typische Art macht diesen Song zu einem richtig tollen Hitkandidaten, der locker neben den großen deutschen Radio-Hits der Marke Revolverheld Platz finden würde – nur eben mit dem gewissen Etwas. „Zeit zu fliegen“ treibt wieder an und bleibt im rockigen Pop-Gefilde und handelt von dem Gemeinschaftssinn beim Feiern, bei gemeinsamen Erfolgen, bei Team-Gewinnen. Und während die Strophen immer weiter aufbauen, lässt der Refrain sehr entspannt den Emotionen freien Lauf.

Mit „Unter meiner Haut“ bringt Markus dann etwas, das es in der Form weder im Deutschrock, noch im Schlager-Pop, noch in anderen Radio-Hits gibt. Hier kommen sogenannte „Chiptune“-Elemente zum Tragen, sprich: Klangeffekte, die an Videospiele (zum Beispiel aus der guten alten Zeit des „Commodore 64“-Heimcomputers) erinnern. Absolut erstaunlich, wie perfekt diese hintergründigen Klänge zum Mischmasch aus Rocksong und Elektro-Hit passen. Der sehr rhythmische Beat wird streckenweise sogar von Beatbox-Passagen untermalt. Fest steht: Wer einmal etwas WIRKLICH Besonderes hören will, der muss sich diesen Song ganz einfach zu Gemüte führen.

Markus - Vollblut-Musiker Quelle: www.telamo.de

Markus – Vollblut-Musiker Quelle: www.telamo.de

Quer durch die Bank: Hits mit Substanz

Auch mit „Gelebt, geliebt, geträumt“ präsentiert Markus eine ganz besondere Facette seiner Musik. Klar… im Endeffekt ist dieser Song das, was man einen Party-Hit nennen kann, denn alles ist vorhanden, was einen solchen ausmacht: Der moderne Pop-Beat, die rockig-rhythmische Gitarre, der eingängige Mitsing-Refrain und die Synthesizer-Teppiche. ABER: Was Markus hier besonders in den Strophen stimmlich zelebriert, ist raunend-tiefer Gesang, den man in dieser Form schon lange nicht mehr gehört hat. „Perfekt“ ist dann der rockige Stimmungsmacher, der von der Selbstkritik der Menschen handelt. Sehr schön, dass die Strophen hier mit sehr dezenter Instrumentierung daherkommen und sich dann immer weiter aufbauen, bis der gnadenlose Ohrwurm-Refrain beginnt. Die Midtempo-Hymne „Macht die Herzen frei“, ein weiterer Gute-Laune-Hit, mit dem Markus beweist, dass Partysongs auch mal frei von Kitsch und Albernheiten sein können, sondern eben wirklich Substanz haben können. Ein Song, der über das Leben reflektiert und die Zuhörer gleichzeitig auf die Tanzfläche treibt? Ja, das ist genau das, was Markus mit diesem Album generell demonstriert. Sorgenfreie, tanzbare Musik kann auch intelligent und bedeutsam sein!

Und wenn man gerade denkt, man hätte den absoluten Kaufgrund des Albums mit „Unter meiner Haut“ gefunden, beginnt auch schon „Du und ich und dann ganz lange gar nichts“ und versetzt den Hörer direkt in Staunen. Eine Hommage an Udo Lindenberg, den Markus schon immer verehrt hat und immer verehren wird.

Eine saubere Leistung dieses Album

Was für ein Hammer! Alles in allem ist „Zeit zu fliegen“ ein regelrechter Meilenstein der deutschen Musik, an dem sich viele andere Künstler messen lassen müssen. Wer sich seit den alten NDW-Songs nicht mehr mit Markus beschäftigt hat, wird sehr überrascht sein, wie sehr er musikalisch gewachsen ist. Die schiere Bandbreite an verschiedenen Elementen, die bodenständige, charakteristische Art zu singen, die schon längst fernab von Spaß-Songs liegt, und der breite Horizont, was substanzvolle Reflexion in der Musikwelt betrifft, machen Markus zu einer ernstzunehmenden Größe im deutschen Musikbusiness.

Das Album „ Zeit zu fliegen“ erscheint am 24.02.2017 im Handel.

Quelle: www.telamo.de